special - schnitt & styling - tophair 10 2009

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Wenn Georg Empl im Urlaub ist oder auf Reisen, dann lässt er sich gerne von Kollegen die Haare machen. Und beobachtet dort staunend, wie Frauen mit dünnem Haar behandelt werden. „Was man da erlebt, ist unglaublich: Mit feinem Haar wird man oft regelrecht abgefertigt!“ Zum Problem kommt also auch noch Frust. Dass sich das nicht gehört, begründet er zunächst rein finanziell: „Kunden mit dünnem Haar zahlen genauso viel wie Kunden mit vielen und dicken Haaren. Sie haben den gleichen Anspruch, sorgfältig und liebevoll behandelt zu werden.“ Zum Beispiel so, wie er und seine Mitarbeiter es im Salon in Glonn praktizieren.
Längst gehört er zu den ersten Adressen Deutschlands in der Sparte feines Haar. Nachdem Georg Empl erkannt hatte, welchen Leidensdruck insbesondere Frauen aushalten, wenn ihr Haar nicht die Fülle und das Volumen erreicht, das sie sich wünschen, hat er auf Abhilfe gesonnen. Er erinnerte sich an seine Studien bei Sassoon, als er an der Seite von Roger Thompson dessen typische Schnitttechnik kennenlernte. Diese Technik entwickelte er weiter – und ist seither als Problemlöser bei feinen, flusigen und dünnen Haaren anerkannt.
Intensiv hat sich Georg Empl mit dieser Problematik befasst und sie analysiert. Für ihn liegt es auf der Hand, dass seine Arbeit im Nacken beginnen muss. Denn wie ein Haus, müsse auch ein Haarschnitt eine solide Basis erhalten, sagt der Experte. Zudem, so hat er erkannt, fällt das Ergebnis, wenn man oben beginnt, oft zu kurz aus – „der häufigste Grund übrigens, weshalb Kunden den Friseur wechseln!“ Vertikaltechnik kommt im Salon Empl bei feinem Haar kaum zum Einsatz: „Sie nimmt Volumen weg“, erklärt der Inhaber. Er hingegen baut mit horizontalen Schnitten Fülle auf, um dann mit einem diagonalen „Cross Check“ einen weichen Verlauf zu kreieren. Häufig schneidet er im Stehen, um immer wieder die Proportionen von Haar, Kopf und Figur zu kontrollieren.
Als unumstößliches Gebot gilt dabei, nicht gegen den natürlichen Wuchs der Haare zu arbeiten. „Wir schauen schon bei der Beratung, wie das Haar fällt. Und das unterstützen wir“, so Georg Empl. Dazu passt, dass er nur wenige Produkte einsetzt, um die Frisuren zu gestalten, die er erreichen will. „Ich habe ein, zwei Standardprodukte, die immer zum Einsatz kommen: einen Volumenfestiger, ein leichtes Haarspray.“ Gel und Wachs aber sind insbesondere für diese Kunden tabu, beschweren sie doch das Haar und nehmen ihm die gerade gewonnene Fülle wieder weg. Ohnehin bevorzugt er Haare, die mit ihrem natürlichen Schwung faszinieren. Georg Empl: „Das Haar soll sich mit der Kundin bewegen!“